Geltrockner

Eine sehr weit verbreitete Arbeitsmethode im Life Science-Labor ist die zur Trennung und Bestimmung von DNA-Abschnitten oder Proteinen angewandte Gelelektrophorese. Für die Herstellung der dafür verwendeten Gele mit ganz spezifischen Trenneigenschaften wird auch Vakuum zur Trocknung des Gels eingesetzt. Geltrockner stellen mittlere Anforderungen an das Vakuumsystem. Das benötigte Endvakuum ist von den verwendeten Gelen und dem erforderlichen Trocknungsgrad abhängig. In den meisten Fällen sind zweistufige Membranpumpen mit 7 mbar Endvakuum ideal.

Prozessanforderungen

  • mittlere Vakuumanforderungen
  • bei der Geltrocknung können hohe Leckraten auftreten, daher sollte insbesondere das Saugvermögen der Pumpe am jeweiligen Arbeitspunkt beachtet werden
  • Kondensat- und Tröpfchenabscheidung zwischen Pumpe und Geltrockner
  • vorteilhaft ist ein Durchflussregelventil, um ein Kräuseln oder Zerreißen der Gele zu verhindern

Anforderungen an die Vakuumpumpe

  • hervorragende Chemikalien- und Kondensatverträglichkeit
  • Endvakuum bis 7 mbar oder bis 1.5 mbar
  • ausreichend Saugvermögen von ca. 2 m³/h oder höher
  • Schutz der Pumpe vor Partikeln und Flüssigkeitströpfchen durch saugseitigen Abscheider (AK)
  • bei viel Kondensatanfall empfehlen wir einen saug- und ggf. auch druckseitigen Abscheider (AK); ein druckseitiger Emissionskondensator (EK), idealerweise elektronisch betrieben (Peltronic®, ohne Kühlmedium!), minimiert die Belastung von Umwelt und Laborluft mit Lösemitteldämpfen
  • Vakuumregelung, beispielsweise durch ein manuelles Durchflussregelventil