Hart und sicher am Limit Wie Kiteboards dank Vakuumtechnologie extremer Belastung standhalten

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Kitesurfing erfordert neben sportlichem Können auch widerstandsfähiges Equipment. (Bildquelle: CORE Kiteboarding GmbH)
Kitesurfing erfordert neben sportlichem Können auch widerstandsfähiges Equipment. (Bildquelle: CORE Kiteboarding GmbH)

Auf der Ostseeinsel Fehmarn produziert einer der weltweit führenden Kiteboard-Hersteller widerstandsfähige Boards für die ganze Welt. Die CORE Kiteboarding GmbH nutzt dabei ein spezielles Laminierverfahren für die Herstellung von Equipment, das auch hohen Belastungen standhält. Mithilfe von Vakuumtechnologie der Firma VACUUBRAND wird im Produktionsprozess sichergestellt, dass keine qualitätsmindernden Luftblasen entstehen.

Der Reiz von Wind und Wasser: Das angesagte und anspruchsvolle Kitesurfen begeistert Sportler weltweit. Die Kombination aus Surfbrett und Kite-Drachen macht die Extremsportart so besonders – und erfordert neben sportlichem Geschick auch verlässliches und widerstandsfähiges Equipment. Denn das Material erfährt starke Belastungen durch Naturgewalt und Sprünge des Surfers.

Ein Hotspot für Wassersportler ist die Ostseeinsel Fehmarn. Genau hier hat sich das Unternehmen CORE Kiteboarding GmbH im Jahr 2001 auf die Herstellung besonders hochwertiger Boards spezialisiert. Kein Zufall, das gesamte Team besteht aus begeisterten Kitesurfern. Damit liegt ihnen die Qualität am Herzen, und sie kennen die Anforderungen an die Ausrüstung genau. Heute ist CORE Kiteboarding einer der führenden Kiteboard-Hersteller und exportiert weltweit. Jedes Board der Produktlinie „Carved Custom“ ist beispielsweise ein einzeln gefertigtes Unikat. Dank eines aufwändigen, manuellen Laminierverfahrens bietet es einen besseren Verbund der Materialien. Wichtig ist das z.B. bei Sprüngen der Sportler, bei denen das Board nicht brechen darf.

Laminieren mit dem Vakuum-Infusionsverfahren

Laminieren des Holzkörpers im evakuierten Folienbeutel (Bildquelle: CORE Kiteboarding GmbH)
Laminieren des Holzkörpers im evakuierten Folienbeutel (Bildquelle: CORE Kiteboarding GmbH)

Das Laminierverfahren der Carved Custom Kiteboards erfolgt ähnlich wie bei anderen Anwendungen der Oberflächentechnik z.B. Boots- und Flugzeugbau oder Windkraftanlagen mit einem Mehrkomponentenharz. Als Faserverstärkung dient ein Hochleistungs-Kohlefaser-Mantel mit optimierter Gelegestruktur. Durch ein spezielles Vakuum-Infusionsverfahren ist das Verhältnis dieser beiden Verbundstoffe – Harz und Fasern – optimiert. Jedes Carved Custom Kiteboard benötigt deutlich weniger Harz und bietet einen höheren Faservolumenanteil als bei herkömmlichen Technologien in Kohlefaser-Bauweise. Die Vorteile lassen sich direkt auf dem Wasser erleben:

„Dank unseres speziellen Vakuum-Infusionsverfahrens sind deutlich weniger Gewicht und spürbar knackigere Fahrleistungen mit den Carved Custom Boards möglich. (Marc Schütze, Head of Carved Production bei CORE Kiteboarding GmbH)

Wie unterstützt Vakuumtechnologie den gesamten Produktionsprozess?

  • Entlüften von Harz und Härter: Vakuum kommt bereits vor dem Mischvorgang des Mehrkomponentenharzes ins Spiel. Eine Vakuumpumpe sorgt dafür, dass die zwei Komponenten getrennt voneinander von Lufteinschlüssen befreit werden, die die Stabilität des Materials sonst später gefährden würden. Anschließend können die beiden Komponenten in einer Harzmischmaschine verbunden werden. Dies geschieht erst kurz vor dem eigentlichen Laminatverfahren, damit Harz und Härter nicht vorzeitig reagieren und aushärten.
  • Evakuieren von Holzkern und Form: Auch bei der Vorbereitung vom eigentlichen Herzstück des Kiteboards unterstützt Vakuum. Der Holzkern befindet sich dazu in der Mitte einer Form, wo er zuerst das Kohlefaser-Gewebe an Ober-und Unterseite für einen optimalen Laminataufbau erhält. Anschließend wird eine Folie über den Rand der Form als Abdichtung angebracht. Eine Vakuumpumpe erzeugt nun Unterdruck, der als physikalische Kraft wirkt und dem Holzkern eingeschlossene Luft entzieht sowie die Form evakuiert.
  • Ansaugen von Harz zum Tränken: Beim anschließenden Vakuum-Infusionsverfahren saugt eine Vakuumpumpe das flüssige Harzgemisch gleichmäßig zwischen Form und Folie. Das Vakuum bewirkt zudem, dass der Holzkern in die Form gedrückt wird und die Kohlefasern optimal auf ihm positioniert sind. Das anschließende Aushärten zum festen Harz erfolgt ebenfalls unter ständigem Vakuum und dauert einige Stunden. Ein Auffangbehälter vor der Vakuumpumpe – eine sogenannte Harzfalle – verhindert, dass Harz bis in die Pumpe gelangt und diese blockiert.

Wartungsarme Vakuumpumpen für Produktionsprozess

CORE Kiteboarding setzt seit vielen Jahren auf den Einsatz von Chemie-Membranpumpen bei der Produktion von hochwertigen Kiteboards. Eine zu Anfang verwendete ölgedichtete und somit für Korrosion anfällige Drehschieberpumpe stellte sich als ungeeignet heraus, da sie nach kurzer Zeit von Rost befallen war. Nach intensiven Beratungen durch die VACUUBRAND-Applikationsspezialisten und dem Test einer ölfreien Membranpumpe war schnell klar: Die chemieresistente Membranpumpe MD 4C bietet für den Produktionsprozess die nötige Beständigkeit gegenüber entstehender Kondensation im Inneren und deckt das nötige Prozessvakuum von 3-4 mbar absolut ab.

Die MD 4C Vakuumpumpe hat genügend Saugvermögen, um vier Boards gleichzeitig zu entgasen und trotzdem das nötige Vakuumniveau zu erreichen. Sie ermöglicht das kontinuierliche Abpumpen korrosiver Gase über den gesamten Aushärtungsprozess hinweg. Die robuste und langlebige Bauweise der Vakuumpumpe ermöglicht z.B. während der Hauptsaison im Sommer den Dauerlauf bei Tag und Nacht.

Chemie-Membranpumpen als Lösung gegen Korrosion

Beim Beschichtungsverfahren fällt der Druck unter 25 mbar. Das führt dazu, dass dem Harz nicht nur Blasen entzogen werden, sondern als Nebeneffekt auch enthaltenes Wasser verdampft. In der Vakuumpumpe kondensiert das Gas und wird wieder flüssig – ionenarmes, aggressives Wasser entsteht.

  • Eine ölfreie Chemie-Membranpumpe bietet den Vorteil, dass die medienberührten Bereiche der Pumpe vollständig aus optimal chemieresistenten Fluorkunststoffen bestehen. Selbst beim Fördern von aggressiven Medien besteht somit kein Korrosionsrisiko, die Leistung der Pumpe bleibt erhalten.
  • Bei einer ölgedichteten Drehschieberpumpe reichert sich das ionenarme Wasser im Öl an und greift Metalle in der Pumpe an – Korrosion entsteht. Die Leistungsfähigkeit der Pumpe sinkt, bis sie komplett ausfallen kann.

Kompetenter Partner für perfekte Boards

Langlebige Produkte zur Vakuumversorgung und -messung von VACUUBRAND im Einsatz bei CORE Kiteboarding
Langlebige Produkte zur Vakuumversorgung und -messung von VACUUBRAND im Einsatz bei CORE Kiteboarding

Bei CORE Kiteboarding kommen gleich zwei der chemiebeständigen Membranpumpen MD 4C zum Einsatz. Zur Überprüfung des Vakuumniveaus verwendet das Unternehmen das vollelektronische Messgerät DVR2 von VACUUBRAND. Dank der einfachen Bedienung und der kombinierten digitalen/analogen Druckanzeige lassen sich Messwerte schnell und präzise erfassen. Die Vakuumversorgung mit Produkten von VACUUBRAND stellt seit 2009 eine wartungsarme und verlässliche Lösung für das Produktionsverfahren von CORE Kiteboarding dar.

„Die ölfreien Chemie-Membranpumpen von VACUUBRAND sind eine optimale Alternative zu korrosionsanfälligen Drehschieberpumpen. Sie tragen maßgeblich zum Gelingen unseres effizienten Vakuum-Infusionsverfahrens bei.“ (Marc Schütze, Head of Carved Production bei CORE Kiteboarding GmbH)

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